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Feurige Noten aus der Jazz-Welt

 WAZ Gladbeck, 16.03.2009, Detlev Kittler-Capredon
 
 

Rund 100 Zuhörer erlebten jetzt in der Aula des Ratsgymnasiums ein begeisterndes Jazzkonzert der „Jazzfire-Big-Band” der Musikschule. Sie krönte mit diesem Konzert ein erlebnisreiches Probenwochenende mit dem Startrompeter der WDR-Big-Band, Andreas Haderer.

Und der legte im ersten Set als Leiter der Jazzfire-Big-Band auch gleich swingend los, bevor nach der Pause der Saxophonist und Musikschul-Jazz-Dozent Martin Greif seine Band wieder übernahm. Ein buntes Feuerwerk aus verschiedenen Jazz-Stilen brannte die Band ab: Bob Mintzer-Stücke ebenso wie Musiken aus Hollywood-Filmen - flott und gut gelungen „Cats” und die „Streets of San Francisco”.

Auch vor funkigem Jazz wie einem Potpourri aus „Earth-Wind-and-Fire”-Hits und dem berühmten Soul-Jazz-Titel „The Sidewinder” vom Hard-Bop-Trompeter Lee Morgan kam rhythmisch und jazzig über die Rampe. Hier wurde die emotionale Intensität des Gospel mit den Rhythm'n-Blues-Elementen dieses eingängigen Stücks gut verschmolzen.

Auch Jazz-Standards wie Dizzy Gillespies „Groovin' High” oder Afro-Cuban-Jazz von Tito Puente („Oje Como Va”) gingen gut ab. Ein Kompliment der Rhythmus-Gruppe. Aber auch die Bläser waren gut in Form und trugen ihren guten Teil „zu diesem besonderen Konzert”, wie es Rolf Hilgers, der stellvertretende Musikschulleiter, bei der Begrüßung zu Recht genannt hatte.

Dass die Soli der jungen Big-Band-Musiker im Vergleich zu den – bis in höchste Höhen reichenden – virtuos-eleganten und jazzigen Melodienbögen, und Greifs atmosphärisch-dichten Soli nicht entsprechen, ist nicht anders zu erwarten. Aber die Improvisationen waren nicht so übel, dass sie den Genuss insgesamt getrübt hätten. Wenn Andy Haderer, immerhin der Lead-Trompeter von Europas bester Big-Band anmerkt, „dass Gladbeck auf eine solche Bigband stolz sein kann, ist das mehr als nur die Höflichkeit eines Oesterreichers: Man kann dem Jazz-Professor da nur beipflichten: Was diese jungen Leute an professionaler Musikalität auf die Bühne bringen, ist einfach toll!

Dieses Konzert hätte ein größeres Publikum verdient gehabt. Klasse!

 

Link zum WAZ Artikel

 

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